
An der Stelle, an der bis zum Anschlag die Zwillingstürme des World Trade Centers standen, kamen die vier ehemaligen US-Präsidenten Bush, Clinton, Obama und Biden sowie Vizepräsident Vance zusammen. Im Anschluss begann die traditionelle Verlesung der Namen aller fast 3.000 Opfer.
Sechs Schweigeminuten markierten unter anderem die Einschläge der beiden Flugzeuge und den Einsturz der Türme. Erstmals gab es anschließend eine siebte Schweigeminute für Menschen, die später an Krankheiten oder Verletzungen infolge der Anschläge starben.
Zehntausende Einsatzkräfte, Helfer, Anwohner und Beschäftigte atmeten nach dem Einsturz der Zwillingstürme des World Trade Centers in New York giftigen Staub ein und starben später an Krebs oder anderen Krankheiten.
150.000 Menschen von Folgen der Belastung betroffen
Nach Angaben der US-Regierung hat die Zahl der Menschen, die infolge von Erkrankungen im Zusammenhang mit dem 11. September gestorben sind, die Zahl der unmittelbar bei den Anschlägen Getöteten inzwischen weit übertroffen. Das staatliche World Trade Center Health Program betreut zudem inzwischen mehr als 150.000 Menschen mit möglichen Folgen der Belastung.
Trump bei Gedenkfeier im Pentagon
US-Präsident Trump nahm an einer Gedenkveranstaltung im Verteidigungsministerium teil. Es gebe in der Geschichte nur wenige Momente, die die Zeit in ein Davor und ein Danach aufteilten, hatte Trump in dieser Woche bei einer Gedenkveranstaltung in der Hauptstadt Washington gesagt. Im Pentagon rechtfertigte er den aktuellen Krieg gegen den Iran.
Trump erklärte den 11. September wie in den Vorjahren zum "Patriot Day" und ordnete an, die Flaggen an Bundesgebäuden zum Gedenken an die Opfer auf Halbmast zu setzen.
100 Millionen Amerikaner ohne eigene Erinnerung an 9/11
Die New Yorker Feuerwehr gedachte an zahlreichen Wachen der Stadt der mehr als 300 getöteten Feuerwehrleute. Nach ihren Angaben starben seither mehr als 400 weitere Mitglieder der Feuerwehr an Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Einsturz des World Trade Centers. Im New Yorker Bryant Park wurden 2.753 leere Stühle aufgestellt - einer für jedes der New Yorker Opfer. Auf den Stühlen konnten Blumen niedergelegt oder Nachrichten hinterlassen werden.
Rund 100 Millionen heute lebende Amerikaner – etwa ein Drittel der Bevölkerung – waren nach Angaben des National September 11 Memorial & Museum damals zu jung, um sich an die Anschläge erinnern zu können, oder noch nicht geboren.
Politischer Streit um New Yorks Bürgermeister Mamdani
Begleitet wurde das Gedenken in New York von einem politischen Streit um Bürgermeister Zohran Mamdani. Angehörige einiger Opfer hatten in einer Petition gefordert, dass Mamdani der zentralen Gedenkzeremonie am Ground Zero fernbleiben sollte.
Die Initiatoren warfen ihm unter anderem vor, sich nicht deutlich genug von als extremistisch empfundenen Äußerungen distanziert zu haben. Andere kritisierten das als Kampagne und antimuslimischen Rassismus gegen Mamdani, der der erste muslimische Bürgermeister der Stadt ist.
Islamistische Terroristen töteten fast 3.000 Menschen
Bei den von der Terrororganisation Al-Kaida verübten Attacken am 11. September 2001 steuerten islamistische Attentäter entführte Passagierflugzeuge in das New Yorker World Trade Center und das Pentagon. Fast 3.000 Menschen wurden insgesamt getötet.
Eine weitere Maschine stürzte auf ein Feld in der Nähe von Shanksville, Pennsylvania. Die Passagiere hatten Widerstand gegen die Entführer geleistet. Welches Ziel die Entführer mit dieser Maschine hatten, ist bis heute unklar. An der Absturzstelle haben Künstler zum Jahrestag den Insassen Kreideporträts gewidmet.
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Diese Nachricht wurde am 12.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
