Island
Gegner der Wiederaufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen haben Referendum offenbar gewonnen

Bei dem Referendum in Island haben sich die Gegner einer Wiederaufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen offenbar durchgesetzt.

    Islands Premierministerin Kristrun Frostadottir bei der Stimmabgabe. Sie beugt sich leicht nach vorne und wirft den Stimmzettel in die Wahlurne.
    Islands Premierministerin Kristrun Frostadottir bei der Stimmabgabe (JONATHAN KLEIN / AFP)
    Das geht aus einem Bericht des isländischen Fernsehens mit Blick auf die Auszählung fast aller Wahlkreise hervor. Die Verhandlungsgegner liegen demnach nahezu uneinholbar vorn. Nach jetzigem Stand hätten 52,5 Prozent der Stimmberechtigten gegen die Wiederaufnahme der Gespräche votiert, heißt es.
    Island hatte in der Finanzkrise 2009 die Aufnahme in die EU beantragt, brach die Gespräche aber später unter anderem wegen Differenzen in der Fischereipolitik ab. Zuletzt hatten gestiegene Lebenshaltungskosten, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Drohung von US-Präsident Trump, Grönland zu annektieren, das Interesse in Island an einem EU-Beitritt wieder geweckt. Aber auch jetzt sorgen sich viele Isländer, vor allem die Fischer, um ihre Souveränität.
    Diese Nachricht wurde am 30.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.