Katholisches Reformprojekt
Gemischte Bilanz nach Ende des Synodalen Wegs

Nach dem Ende des katholischen Reformprojekts "Synodaler Weg" haben Beteiligte eine gemischte Bilanz gezogen.

    Georg Bätzing, Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, mit Brille und einem Kreuz am Revers, sitzt hinter einem Mikrofon und vor einem Schild, auf dem "Der synodale Weg" steht.
    Ende des Synodalen Wegs: Bischof Bätzing hebt Erfolge der Bewegung hervor. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)
    Das Projekt war gestern nach sechs Jahren mit einer Vollversammlung in Stuttgart zuende gegangen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bätzing, sagte, der Synodale Weg habe zur Erneuerung der Kirche beigetragen. Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Stetter-Karp, betonte, die Kirche handele nun mit mehr Fokus auf Menschenrechte und Teilhabe. Der Betroffenenrat beklagte hingegen weiterhin Defizite bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt. Auch die mangelnde Bereitschaft des Vatikans an einer Zusammenarbeit mit dem Synodalen Weg wurde kritisiert.
    Ab November wollen Bischöfe und Laien in einem neuen nationalen Beratungs- und Beschlussgremium, der Synodalkonferenz, ihren Reformdialog verstetigen.
    Diese Nachricht wurde am 01.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.