Studie
Gene könnten größeren Einfluss auf Lebenserwartung haben

Eine im Fachjournal ”Science” veröffentlichte Studie legt nahe, dass die Gene für die Lebenserwartung von Menschen eine größere Rolle spielen als bislang angenommen. Nach neuen Analysen kommt ein Team vom Weizmann-Institut in Israel und anderen Forschungseinrichtungen zu dem Schluss: Wie lange man lebt, dürfte zu mehr als 50 Prozent erblich bedingt sein.

    Älteres Ehepaar-Rentner - Mann und Frau - sitzen auf einer Bank im Freien.
    Die Einführung der Aktienrente, das Rentenniveau bis ins Jahr 2039 bei 48 Prozent stabil halten und nur ein moderater Anstieg der Beiträge - das sind die Eckpunkte des Rentenpakets II, das heute vom Bundeskabinett verabschiedet werden soll. (IMAGO / Sven Simon / IMAGO / Frank Hoermann)
    Dieses Ergebnis geht deutlich über vorherige Schätzungen hinaus, denen zufolge der erbliche Anteil eher bei 20 bis 25 Prozent liegt. Für die aktuelle Studie wertete das Team zahlreiche Daten aus und kam mit mathematischen Modellierungen zu dem Ergebnis, dass der genetische Beitrag zur menschlichen Lebensspanne rund 55 Prozent beträgt. Das Forscherteam argumentiert, vorherige Studien hätten externe Todesursachen wie ansteckende Krankheiten oder Unfälle nicht richtig berücksichtigt. Weiterhin habe der Mensch es aber zum großen Teil selbst in der Hand, wie lange er lebe, etwa über eine gesunde Lebensweise .
    Diese Nachricht wurde am 30.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.