
Die Ostbeauftragte warnte, besonders für die Menschen in Ostdeutschland dürfe es keine Absenkung des aktuellen Rentenniveaus ab 2031 geben. Andernfalls drohe vielen Ruheständlern die Armut, da die gesetzliche Rente für die meisten Ostdeutschen die einzige Lebensgrundlage im Alter sei, sagte die SPD-Politikerin der "Leipziger Volkszeitung". Auch Sachens Ministerpräsident Kretschmer von der CDU sprach sich dafür aus, die speziellen Bedürfnisse der Ostdeutschen zu berücksichtigen.
Die stellvertretende SPD-Fraktionvorsitzende im Bundestag, Schmidt, sagte im Deutschlandfunk, die Vorschläge der Kommission seien keine Gesetzesvorlage, die man unkritisch übernehmen werde. Einzelne Punkte müssten in der Koalition noch diskutiert werden.
Die Rentenkommission der Bundesregierung übergibt heute ihren Abschlussbericht an Bundeskanzler Merz und Arbeitsministerin Bas. Das 13-köpfige Gremium hatte im Januar dieses Jahres seine Arbeit aufgenommen. Medienberichten vom Wochenende zufolge spricht sich die Expertenrunde unter anderem dafür aus, das Renteneintrittsalter an die Entwicklung der Lebenserwartung zu koppeln.
Die abschlagsfreie Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren soll demnach abgeschafft werden. Diese und weitere Reformen wie die Einführung einer kapitalgedeckten Komponente für alle Beitragszahler sollen die Rente angesichts des demographischen Wandels stabil und bezahlbar halten.
Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
