
Der Dresdner Historiker Jörg Ganzenmüller sprach von bewusstem symbolischen Akt. An die rechtsextreme Szene, der die Geschichte der NSDAP geläufig sei, sende die AfD ein Signal der Verbundenheit, sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger. Öffentlich wahre sie die Fassade der Bürgerlichkeit, indem sie sich ahnungslos gebe und die historische Bedeutung herunterspiele. Der Verein "Weimarer Republik", beklagte eine fatale Parallele zu 1926. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Güler, meinte, es widere sie an, wie wenig Respekt die AfD vor der deutschen Geschichte habe. Die CDU-Politikerin warnte: Zu glauben, Parteitage hätten keine Symbolkraft, sei naiv. Der Vorsitzende der thüringischen AfD, Möller, führte indes aus, wer Parallelen zur NSDAP vor 100 Jahren ausmache, sei offenkundig nur an zwanghafter Instrumentalisierung der Geschichte interessiert. - Das NSDAP-Treffen am 3. und 4. Juli 1926 gilt als Wendepunkt für das Erstarken des Nationalsozialismus.
Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
