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Gerechtere Wege zum Medizinstudium Wer darf Arzt werden?

Wer Medizin studieren will und keine Eins im Abi hat, der muss oft jahrelang auf einen Studienplatz warten. Derzeit konkurrieren sechs bis sieben Bewerber um einen Platz. Für alle, die nicht als Jahrgangsbeste zugelassen werden, gibt es die Chance, sich bei Hochschulen direkt zu bewerben.

Moderation: Sandra Pfister | 10.03.2018

Eine Hautärztin untersucht die Haut einer Frau
Politik und Hochschulen müssen die Auswahlverfahren für das Medizin-Studium neu regeln (imago / Emil Umdorf)
In dieser Woche haben die Hochschulen ihre Zusagen verschickt - und noch mehr Absagen, denn auch viele interne Auswahlverfahren fokussieren sich stark auf die Abiturnote.
Bis zum Wintersemester 2020/21 müssen Politik und Hochschulen die Auswahl von Medizin-Studierenden allerdings komplett reformieren. Denn das Bundesverfassungsgericht hatte im Dezember geurteilt, die Abiturnoten seien nicht ausreichend vergleichbar, und es sei nicht zumutbar, dass Studierende länger als acht Semester warten müssten.
Campus & Karriere fragt: Wie gut kann die Abiturnote den Studienerfolg in Medizin vorhersagen? Ist ein zusätzlicher Eignungstest notwendig, und wie könnte er aussehen? Wie können soziale Kompetenzen und Stressresistenz getestet werden? Und: Welche Wartezeiten sind zumutbar?
Zu Gast in der Sendung:
  • Peter Jan Chabiera, Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V.[Studio Berlin]
  • Professor Andreas Draguhn, Studiendekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg
  • Professor Jan Ehlers, Vizepräsident der Uni Witten-Herdecke [Studio Dortmund]
  • Professor Anne Simmenroth, Professor für Allgemeinmedizin an der Universität Würzburg
Beiträge dazu:
Werden die Richtigen ausgewählt?
Umfrage unter Ärzten der Uni-Klinik Köln
Jahrelange Warteschleife
Wie junge Menschen sich in Pflegeberufen parken, um Wartesemester fürs Medizinstudium zu sammeln
Blick über die Grenze
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Eine Sendung mit Hörerbeteiligung über Telefon: 00800 - 44 64 44 64 oder E-Mail: campus@deutschlandfunk.de