USA
Gericht in Missouri kippt Neuzuschnitt der Wahlkreise durch Republikaner

Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaats Missouri hat eine von ‌den Republikanern vorgenommene Neueinteilung ⁠der Wahlkreise für die Kongresswahlen im November gestoppt.

    Auf dem gelben Schild steht "Respect Movoters. Let the people decide". Dahinter das Gerichtsgebäude.
    Schild einer Initiative gegen den Neuzuschnitt von Wahlkreisen vor dem Gerichtsgebäude von Cole County in Jefferson City, Missouri. (picture alliance/AP Photo/David A. Lieb)
    Das Gericht befand, dass die Regierung des Bundesstaats ein Referendum über die neue Wahlkreiseinteilung unrechtmäßig verhindert habe. Kritiker der Maßnahme hatten die Volksabstimmung beantragt.
    Die Wahlkreise in Missouri waren nach einer Aufforderung von Präsident Trump so zugeschnitten worden, dass sich die Chancen der Republikaner bei den Kongresswahlen verbessern. Die Partei verfügt im US-Repräsentantenhaus nur über eine knappe Mehrheit.
    Der Oberste Gerichtshofs der USA hatte es kürzlich mehreren ‌republikanisch regierten Bundesstaaten erlaubt, Stimmbezirke mit einem hohen Anteil ​an schwarzen Wählern zu zerschlagen, die in der Regel mehrheitlich die Demokraten wählen. Ein solches Vorgehen wird in den USA als "Gerrymandering" bezeichnet.
    Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.