"Galei Zahal"
Gerichtshof in Israel untersagt vorläufig Schließung des Armeesenders

In Israel hat der Oberste Gerichtshof die von der Regierung geplante Schließung des Armeesenders "Galei Zahal" vorläufig untersagt.

    Galei-Zahal-App-Seite im Play Store auf dem Display eines schwarzen Smartphones vor dunklem Marmorhintergrund.
    Galei-Zahal-App-Seite im Play Store auf dem Display eines schwarzen Smartphones (IMAGO/Dreamstime/DreamstimexWavemovie)
    Dies gelte bis zu einer endgültigen Entscheidung über die Klagen, die gegen eine Schließung eingereicht worden seien, teilte das Gericht in Jerusalem mit. Das israelische Kabinett hatte vor einer Woche dem Vorschlag von Verteidigungsminister Katz zugestimmt, den Armeesender bis zum ersten März zu schließen. Katz argumentierte, Galei Zahal transportiere spaltende Inhalte, die nicht mit den Werten der Armee übereinstimmten.
    Galei Zahal sendet seit 75 Jahren und gilt als kritisch gegenüber der teils rechtsextremen Regierung von Premier Netanjahu. Die Opposition kritisiert die geplante Schließung als einen Verstoß gegen die Meinungsfreiheit und den Versuch, die Medien zu kontrollieren.
    Diese Nachricht wurde am 29.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.