Staatsfinanzen
Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Zander fordert umfassende Reformen: "In allen Bereichen muss gespart werden"

Mit Blick auf die Haushaltsplanungen der Bundesregierung hat Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Zander die Rufe nach umfassenden Reformen der Staatsfinanzen bekräftigt. Als Ansatzpunkte für Sparmaßnahme nannte Zander im Deutschlandfunk das Stellenwachstum im öffentlichen Dienst, die steigenden Kosten im Gesundheitswesen und die Subventionen etwa auf Diesel und Dienstwagen.

    Gezeigt sind Euro-Banknoten und Geldscheine.
    Die Bundesregierung plant für das Jahr 2027 mehr als 200 Milliarden Euro Neuverschuldung. (picture alliance / SZ Photo | Wolfgang Filser (Symbolbild))
    Es müsse jetzt in allen Bereichen gespart werden, sagte Zander . Es bringe nichts, nur einen Posten in Angriff zu nehmen. Dadurch bleibe das Gesamtproblem ungelöst. Es gebe zwar erste positive Entwicklungen durch das Sondervermögen des Bundes, doch dieses Wirtschaftswachstum sei schuldengetrieben. Entscheidend sei es, die Strukturen grundsätzlich zu verändern, forderte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Arbeitgeberverbände in der Metall- und Elektro-Industrie.
    Angesichts der hohen Belastungen durch steigende Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowohl in der Wirtschaft als auch im öffentlichen Dienst kritisierte Zander, dass viele versicherungsfremde Leistungen wie beispielsweise die Grundsicherung über Sozialbeiträge finanziert würden und nicht aus Steuern. Eine Reform in diesem Bereich könnte für eine Entlastung bei den Sozialversicherungsbeiträgen sorgen. Der Bundesfinanzminister dürfe sie aber nicht über Schulden finanzieren, sondern müsse das durch Einsparungen erreichen.

    Weiterführende Informationen

    Haushaltswoche beginnt – mehr als 200 Milliarden Euro Neuverschuldung in 2027 geplant
    Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.