
Bundesgesundheitsminister Linnemann sagte der "Rheinischen Post", es gehe um das Vertrauen in die Kasse. Diese sollten ihre Mitglieder auch in Zukunft individuell informieren müssen, etwa digital per Krankenkassen-App oder schriftlich.
Die schwarz-rote Koalition hatte die Informationspflicht erst kürzlich im Rahmen der Sparmaßnahmen im Gesundheitsbereich abgeschafft. Begründet wurde dies mit Entbürokratisierung und dem Heben aller Einsparpotenziale. Bisher mussten die Kassen Millionen Briefe drucken und verschicken, wofür nach Branchenschätzungen pro Schreiben zwischen ein und zwei Euro anfielen. Die Verbraucherzentralen warnten, ohne Informationspflicht könnten Versicherte Anhebungen zu spät bemerken. Damit würde das Sonderkündigungsrecht faktisch ausgehöhlt.
Diese Nachricht wurde am 19.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
