Polizei
Gewalttat an Brandenburger Schule mit zwei Toten

An einer Schule in Brandenburg ist eine Gewalttat verübt worden. Wie die Polizei bestätigte, gab es zwei Tote. Die Schule befindet sich in der Gemeinde Gosen-Neu Zittau an der Landesgrenze zu Berlin.

    Vor einem Tor zum Schulhof stehen zwei Polizisten, daneben ein Polizeifahrzeug.
    Polizei vor der Schule in Gosen-Neu Zittau. (picture alliance / dpa / Manuel Genolet)
    Die Polizei in Frankfurt (Oder) erklärte, ein dringend tatverdächtiger Mann sei vorläufig festgenommen worden. man gehe von keiner Amok-, sondern einer Beziehungstat aus. Näheres wurde nicht mitgeteilt.

    Täter soll Ex-Freund von weiblichem Opfer sein

    Die Zeitung "Märkische Allgemeine" berichtet, der mutmaßliche Täter solle 19 Jahre alt sein. Es solle sich um den Ex-Freund einer Schülerin handeln, die von ihm getötet wurde. Beim zweiten Todesopfer soll es sich um einen 30-Jährigen handeln, der versuchte, den Täter an der Gewalttat zu hindern.
    Die Tat ereignete sich auf dem Schulampus des privaten Trägers Docemus am Rande des Ortes. Dort befinden sich Gymnasium, Oberschule und Fachoberschule. Laut Docemus sollen so die Gemeinsamkeiten gefördert werden, und die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schulformen wird betont.

    "Feiger Femizid"

    Brandenburgs Ministerpräsident Woidke (SPD) zeigte sich "tief betroffen" von der Gewalttat: "Unsere Schulen sollen ein Hort für unsere jungen Menschen sein. Hier ist eine Schule zum Tatort einer unfassbaren Gewalttat geworden."
    Brandenburgs Landtagspräsidentin Liedtke - ebenfalls SPD - verurteilte die Tat "als feigen Femizid, der in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf". Liedtke betonte: "Dass wir erneut Zeuge von tödlicher Gewalt gegen eine Frau werden mussten, erfüllt mich mit tiefer Trauer und Zorn."
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.