Erste Versuche mit der Anzucht von Bäumen gibt es nördlich von Hamburg bereits im 18. Jahrhundert. Ralf Koether von der Baumschule Schrader in Elmshorn ist jedoch weit über die Grenzen hinaus gegangen. Er hat ein Projekt in Asien gestartet. In Selangor, einem Bundesstaat Malaysias, nahe der Hauptstadt Kuala Lumpur, forstet er auf 5000 Hektar einen Tropenwald wieder auf. Allerdings sind die Voraussetzungen völlig andere als bei uns. Ralf Koether:
"In den Tropen ist es umgekehrt, da sie da keine Jahreszeiten haben. Sie haben in Teilbereichen Regen oder Trockenzeiten. Und dann haben sie Bereiche, wo 365 Tage im Jahr Wachstum stattfindet, mit einem erheblichen Niederschlag. Und da kann man sich vorstellen, dass Wachstum in erheblich stärkerem Maße möglich ist als in unseren Bereichen. "
Das schnelle Wachstum ist ein Vorteil, um nicht nur einen ökologisch wertvollen Wald zu schaffen, sondern auch einen so genannten Wirtschaftswald. Nach den Nachhaltigkeitskriterien des internationalen Forest Stewardship Council und des WWF, die das Projekt anerkannt haben, entsteht ein Mischwald, mit dem Ziel, die hochwertigen Hölzer zu vermarkten. Damit dies jedoch möglich ist, muss bei der Anzucht neuer Bäume sehr viel mehr getan werden, als in Deutschland und Europa. Einen Tropenwald muss man ständig beobachten. Denn feststehende Zeiten, in denen die Bäume Früchte bilden, gibt es nicht. Wenn es aber soweit ist, muss schnell gehandelt werden, betont Ralf Koether:
"Das Saatgut muss innerhalb von einem Tag aus dem Wald an die Flächen oder Orte der Produktion gelangen. In den Tropen, weil es dort keinen physiologischen Ruhezustand gibt, bedarf es eines Gefäßes, wo die Wurzeln geschützt sind, und auch wenn die Umpflanzung erfolgt, muss die Pflanze mit einem Container in den Boden gebracht werden. "
100.000 bis 300.000 solcher Container können auf einmal produziert werden. Schon nach drei bis sechs Monaten haben die Pflanzen eine Höhe von bis zu 80 cm und sind so widerstandsfähig, dass sie in Konkurrenz zu den anderen Pflanzen des Tropenmischwaldes bestehen können:
"Schnellwüchsige Baumarten – das ist zum Beispiel Pulai, wäre vergleichbar mit unserer heimischen Pappel. Dann gibt es mittelschnell wachsende Baumarten, Sentang. Das ist hier vergleichbar mit einer Kirsche oder einer Esche. Dann gibt es langsam wachsende Baumarten, das ist Hopea odorata oder Shorea-Arten, die sind bekannter, weil sie hier als Meranti-Arten im Fensterbau verwertet werden. Die sind vergleichbar mit unserer heimischen Eiche. "
Die Finanzierung des Projekts ist nur möglich, weil dafür ein geschlossener Fonds in Höhe von knapp sieben Millionen Euro aufgelegt wurde, für den sich schnell viele Interessenten fanden. Und den die Bundesrepublik mit einer Hermesbürgschaft absichert. Das Projekt gilt als eine gute Anlage, weil das Holz in Asien seine Abnehmer findet, erläutert Harald Jeß vom Vorstand der Schrader Umweltmanagement AG:
"China liegt vor der Haustür. Wir gehen davon aus, dass der indische Markt vor der Tür steht, der auch enormen Bedarf hat an Holz. "
In 60 Jahren – so lautet das Abkommen – wird dieser Wald dem Land zurückgegeben. Als Dauerwald, der weiter bewirtschaftet werden kann. Denn Malaysia war einmal Exporteur von Holz und will es wieder werden. Das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Wald ist dort vorhanden. Der Raubbau an den Ressourcen, das weiß man inzwischen, kann jede Neuanpflanzung von Wald unmöglich machen, wenn man zulange wartet, erläutert Ralf Koether:
"Das fängt an mit Düngung, das geht weiter mit der Beseitigung des Aufwuchses von Gras oder Schlingpflanzen, die sich dann massiv vermehren. Wenn man den Wald weggenommen hat, dann ist er für eine sehr, sehr lange Zeit weg, weil niemand bereit ist, diese wirtschaftlichen Mehrkosten zu übernehmen.
"
"In den Tropen ist es umgekehrt, da sie da keine Jahreszeiten haben. Sie haben in Teilbereichen Regen oder Trockenzeiten. Und dann haben sie Bereiche, wo 365 Tage im Jahr Wachstum stattfindet, mit einem erheblichen Niederschlag. Und da kann man sich vorstellen, dass Wachstum in erheblich stärkerem Maße möglich ist als in unseren Bereichen. "
Das schnelle Wachstum ist ein Vorteil, um nicht nur einen ökologisch wertvollen Wald zu schaffen, sondern auch einen so genannten Wirtschaftswald. Nach den Nachhaltigkeitskriterien des internationalen Forest Stewardship Council und des WWF, die das Projekt anerkannt haben, entsteht ein Mischwald, mit dem Ziel, die hochwertigen Hölzer zu vermarkten. Damit dies jedoch möglich ist, muss bei der Anzucht neuer Bäume sehr viel mehr getan werden, als in Deutschland und Europa. Einen Tropenwald muss man ständig beobachten. Denn feststehende Zeiten, in denen die Bäume Früchte bilden, gibt es nicht. Wenn es aber soweit ist, muss schnell gehandelt werden, betont Ralf Koether:
"Das Saatgut muss innerhalb von einem Tag aus dem Wald an die Flächen oder Orte der Produktion gelangen. In den Tropen, weil es dort keinen physiologischen Ruhezustand gibt, bedarf es eines Gefäßes, wo die Wurzeln geschützt sind, und auch wenn die Umpflanzung erfolgt, muss die Pflanze mit einem Container in den Boden gebracht werden. "
100.000 bis 300.000 solcher Container können auf einmal produziert werden. Schon nach drei bis sechs Monaten haben die Pflanzen eine Höhe von bis zu 80 cm und sind so widerstandsfähig, dass sie in Konkurrenz zu den anderen Pflanzen des Tropenmischwaldes bestehen können:
"Schnellwüchsige Baumarten – das ist zum Beispiel Pulai, wäre vergleichbar mit unserer heimischen Pappel. Dann gibt es mittelschnell wachsende Baumarten, Sentang. Das ist hier vergleichbar mit einer Kirsche oder einer Esche. Dann gibt es langsam wachsende Baumarten, das ist Hopea odorata oder Shorea-Arten, die sind bekannter, weil sie hier als Meranti-Arten im Fensterbau verwertet werden. Die sind vergleichbar mit unserer heimischen Eiche. "
Die Finanzierung des Projekts ist nur möglich, weil dafür ein geschlossener Fonds in Höhe von knapp sieben Millionen Euro aufgelegt wurde, für den sich schnell viele Interessenten fanden. Und den die Bundesrepublik mit einer Hermesbürgschaft absichert. Das Projekt gilt als eine gute Anlage, weil das Holz in Asien seine Abnehmer findet, erläutert Harald Jeß vom Vorstand der Schrader Umweltmanagement AG:
"China liegt vor der Haustür. Wir gehen davon aus, dass der indische Markt vor der Tür steht, der auch enormen Bedarf hat an Holz. "
In 60 Jahren – so lautet das Abkommen – wird dieser Wald dem Land zurückgegeben. Als Dauerwald, der weiter bewirtschaftet werden kann. Denn Malaysia war einmal Exporteur von Holz und will es wieder werden. Das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Wald ist dort vorhanden. Der Raubbau an den Ressourcen, das weiß man inzwischen, kann jede Neuanpflanzung von Wald unmöglich machen, wenn man zulange wartet, erläutert Ralf Koether:
"Das fängt an mit Düngung, das geht weiter mit der Beseitigung des Aufwuchses von Gras oder Schlingpflanzen, die sich dann massiv vermehren. Wenn man den Wald weggenommen hat, dann ist er für eine sehr, sehr lange Zeit weg, weil niemand bereit ist, diese wirtschaftlichen Mehrkosten zu übernehmen.
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