
Das Goethe-Institut vergibt die Auszeichnung seit 1955 als offizielles Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland. Der Preis ehrt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Vermittlung der deutschen Sprache sowie den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben.
Künstler und Künstlerin aus Estland, Italien und Griechenland ausgezeichnet
Arvo Pärt wurde 1935 im estnischen Paide geboren und arbeitete zunächst für das estnische Radio. Ab den 1960ern war er als freier Komponist tätig. Geehrt wurde er für sein international bekanntes musikalisches Werk. Die Auszeichnung nahm sein Sohn Michael entgegen. Pärts Kompositionen erreichten Menschen "über alle Schichten und Kulturen hinweg", sagte der Musikwissenschaftler Björn Gottstein in seiner Laudatio.
Anita Raja stammt aus Neapelund studierte Literaturwissenschaften in Rom. Als Übersetzerin etablierte sie später zentrale Werke von Christa Wolf im italienischen Sprachraum, außerdem bearbeitete sie Texte von Franz Kafka, Ingeborg Bachmann und Georg Büchner.
Prodromos Tsinikoris wurde als Sohn griechischer Gastarbeiter in Wuppertal geboren. Heute lebt und arbeitet erin Athen als Regisseur, Dramaturg sowie Schauspieler und thematisiert unter anderem Migration und Zugehörigkeit.
Alle drei Preisträger stünden für ein kulturell weltoffenes Europa, sagte die Präsidentin des Goethe-Instituts, Joost, bei der Preisverleihung. Sie setzten sich mit der deutschen Kultur und Geschichte auseinander und gewährten in ihrer Arbeit jeweils einen neuen Blick von außen auf Deutschland. Die Verleihung der Medaillen findet traditionell am 28. August, dem Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes statt. Bis heute wurden insgesamt 386 Persönlichkeiten aus 71 Ländern geehrt.
Diese Nachricht wurde am 30.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
