
Keine Regierung dürfe ein Medienunternehmen einschränken, nur weil sie dessen Berichterstattung missbillige, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die Sender gehören zu einem sogenannten Pool, der im Rotationsverfahren Trump-Termine wahrnimmt und auch europäische Medien mit Bildern versorgt.
Ankündigung kurz vor Zwischenwahlen
Die Ankündigung der Medienhäuser kommt für den US-Präsidenten zu einem politisch heiklen Zeitpunkt: In gut sechs Wochen stehen in den USA die Zwischenwahlen zum Kongress an, bei denen Trumps Republikanern eine Niederlage droht.
Trump hatte neben CNN auch dem Sender MS NOW und der zum Springer-Verlag gehörenden Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Der Präsident begründete dies mit "Falschinformationen" über seine Arbeit.
Medienhäuser kündigen Klage an
CNN, MS NOW und Politico wollen gegen die Hausverbote klagen. Damit solle der Grundsatz verteidigt werden, "dass die Regierung nicht entscheidet, was die Presse berichtet oder veröffentlicht", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. In der Klageschrift ist von einem "Angriff auf den ersten Verfassungszusatz" die Rede, der in den USA die Pressefreiheit garantiert.
Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
