
"Niemand sollte einfach weitermachen wie bisher - auch wir Bündnisgrüne nicht", werden beide Politikerinnen in dem Bericht zitiert: "Wenn alle in den Überzeugungen, die sie schon immer richtig fanden, verharren, werden wir kein Stück schlauer." Und weiter heißt es in dem fünfseitigen Papier: "Wir müssen feststellen, dass unser Werben für die Rettung der Demokratie für viele mittlerweile nur noch abstrakt und weit weg klingt."
Dröge und Haßelmann kommen demnach zu dem Schluss, dass man mit dem Eintreten für das demokratische System viele Bürger nicht mehr erreiche. Man wirke wie Verteidiger eines Status quo, der im Alltag für die Menschen nicht mehr gut funktioniere. Einen zentralen Grund dafür sehen die Autorinnen in der mangelhaften Aufarbeitung der Corona-Pandemie.
Um besser gegen die AfD punkten zu können, müssten die demokratischen Parteien spürbare Lösungen für die Menschen bieten, fordern die beiden Grünen-Fraktionsvorsitzenden. In dem Papier bieten sie der schwarz-roten Koalition eine Zusammenarbeit an.
Diese Nachricht wurde am 03.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
