Migration
Grüne und SPD fordern von EU-Innenministern Aufklärung zu Ceuta

Als Ursache für den Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta vermuten Grüne und SPD eine gezielte Provokation. Nach Behördenangaben kamen mindestens 72 Migranten ums Leben.

    Soldaten der spanischen Armee und Beamte der Guardia Civil stehen Wache, während Migranten aus der spanischen Exklave Ceuta nach Marokko zurückkehren.
    Nach dem Massenansturm auf Ceuta, die spanische Exklave in Nordafrika, sind die meisten Migranten wieder nach Marokko zurückgekehrt. (Antonio Sempere / AP / dpa / Antonio Sempere)
    Die Grünen-Politikerin Nanni sprach in der "Rheinischen Post" von einer Aktion zur Destabilisierung und politischen Spaltung Spaniens und Europas. Sie rief die EU-Innenminister dazu auf, die Hintergründe zu ermitteln. Bei der am Dienstag geplanten Dringlichkeitssitzung der Innenminister müsse es um Aufklärung gehen und nicht um Populismus auf Kosten des Europäischen Zusammenhalts. SPD-Fraktionsvize Eichwede sagte, es habe sich um eine offenbar durch gezielte Falschinformationen gesteuerte Bewegung gehandelt. Diesem perfiden Geschäft von Schleusern müsse Europa entgegentreten.
    Spanische Soldaten und Polizisten patrouillieren in den Straßen von Ceuta, wo sich die Lage inzwischen weitgehend beruhigt hat. Im Verlauf der Woche waren nach spanischen Regierungsangaben bis zu 60.000 Menschen von Marokko auf dem Land- oder Seeweg in das Gebiet gekommen. Laut dem Innenministerium in Madrid kehrten fast alle nach Marokko zurück.
    Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.