Hohe Kraftstoffpreise
Grüne verlangen Übergewinnsteuer für Ölkonzerne und Senkung der Stromsteuer; Union hält neuen Tankrabatt, höhere Pendlerpauschale und Direktzuweisungen für denkbar

Die Ankündigung von Bundeskanzler Merz, die Bürger angesichts der hohen Kraftstoffpreise zu entlasten, hat eine Debatte über die Mittel ausgelöst.

    Der aktuelle Preis für Diesel, Super E10 und Super liegt weit über über 2 Euro. Diesel liegt bei bei 2,60 Euro, Super E10 bei 2,46 Euro und Super bei 2,52 Euro.
    Die Spritpreise sind weiterhin auf sehr hohem Niveau und es geht immer weiter nach oben. (IMAGO/Rene Traut)
    Der Obmann der Union im Wirtschafts- und Energieausschuss des Bundestags, Wiener, sagte im Deutschlandfunk, er befürworte eine Anhebung der Pendlerpauschale und Direktzuweisungen an Geringverdienende. Dies seien zielgerichtete Maßnahmen. Sein Parteikollege, Unionsfraktionschef Frei, sprach sich für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel aus. Alternativ käme eine Neuauflage des Tankrabatts infrage, sagte Frei den Sendern RTL und ntv. ⁠Grünen-Co-Fraktionschefin Dröge lehnte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters einen neuen Tankrabatt als zu teuer ab. Stattdessen forderte die Oppositionspolitikerin, die Stromsteuer zu senken und eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne einzuführen.
    Diese schlug auch schon Finanzminister Klingbeil von der SPD vor. Kanzler Merz, CDU, lehnte eine Übergewinnsteuer bereits ab.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.