Nach Mercosur-Freihandelsabkommen Votum
Grünen-Europaabgeordneter Marquardt will stärker Kompromiss etwa mit Konservativen suchen

Nach dem Votum der Grünen im EU-Parlament zum Mercosur-Freihandelsabkommen hat der Europa-Abgeordnete Marquardt für seine Partei Konsequenzen gefordert.

    Der Grünen-Europapolitiker Marquardt steht vor einem Mikrofon.
    Der Grünen-Europapolitiker Marquardt (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Marquardt sagte im Deutschlandfunk, man müsse alles dafür tun, damit der Eindruck nie wieder entstehe, die Grünen würden gemeinsame Sache mit Rechtsextremen machen. Er warb für mehr Kompromisse im Europäischen Parlament etwa mit den Konservativen. Zugleich warf der Grünen-Politiker dem EVP-Fraktionsvorsitzenden Weber vor, entsprechende Verhandlungsangebote seiner Partei stets abgelehnt zu haben. Das Europaparlament hatte mit den Stimmen vor allem der Grünen, der Linksfraktion und der rechten Parteien beschlossen, den Mercosur-Vertrag dem Europäischen Gerichtshof zur Prüfung vorzulegen.
    Bundesaußenminister Wadephul kritisierte das Abstimmungsverhalten der Grünen. Wer von einer Brandmauer spreche, müsse diesen Ansprüchen selbst gerecht werden, sagte der CDU-Politiker im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Er bezeichnete das Votum des EU-Parlaments als "große strategische Fehlentscheidung" und äußerte die Hoffnung, dass Abkommen möglichst schnell provisorisch angewendet werde.
    Diese Nachricht wurde am 24.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.