Ermordung von Präsident Moïse
Haiti liefert 18 Verdächtige an die USA aus - Prozess in Florida

Gut fünf Jahre nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Moïse sind 18 Verdächtigte an die USA ausgeliefert worden.

    Wandbild mit dem ermordeten Präsidenten Jovenel Moise gegenüber seiner Residenz in Pétioville.
    Wandbild mit dem ermordeten haitianischen Präsidenten Moïse gegenüber seiner Residenz (Archivbild) (Deutschlandradio/ Thomas Milz)
    Nach Angaben des zuständigen US-Staatsanwalts wurden die Angeklagten in einem Militärflugzeug von Haiti nach Florida gebracht, wo der Prozess stattfindet. Erkenntnissen der Ermittler zufolge wurde das Attentat größtenteils in dem US-Bundesstaat geplant. Das haitianische Justizministerium bestätigte die Auslieferung. Nähere Angaben zu den Personen wurden nicht gemacht. Lokale Medien berichten, es handele sich um 17 kolumbianische Söldner und einen ehemaligen haitianischen Funktionär.
    Am 7. Juli 2021 sollen rund 20 Söldner in die Residenz des Präsidenten in der Nähe von Port-au-Prince eingedrungen sein und Moïse erschossen haben. In mehreren Fällen hat es bereits Schuldsprüche gegeben. Zuletzt wurden im Mai vier Männer wegen der Planung des Attentats verurteilt.
    Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.