Nach Protestcamp-Räumung
Harsche Kritik an Berliner Dozenten wegen Unterstützerbrief für propalästinensische Aktivisten

Bildungsministerin Stark-Watzinger hat sich "fassungslos" zu einem Unterstützerbrief von Berliner Hochschuldozenten zugunsten propalästinensischer Aktivisten geäußert.

11.05.2024
    Der Schriftzug "Freie Universität Berlin" ist an der Fassade eines Uni-Gebäudes auf dem Campus der FU angebracht.
    Ein Unterstützerbrief von Dozenten der Freien Universität Berlin für propalästinensische Aktivisten stößt auf Kritik. (Monika Skolimowska / dpa / Monika Skolimowska)
    Statt sich klar gegen Israel- und Judenhass zu stellen, würden Uni-Besetzer zu Opfern gemacht und Gewalt verharmlost, sagte die FDP-Politikerin der "Bild". Dass die Unterstützer Lehrende seien, sei eine neue Qualität. Gerade sie müssten auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Berlins Regierender Bürgermeister Wegner, CDU, meinte, für die Verfasser dieses - Zitat - Pamphlets habe er überhaupt kein Verständnis. Kritik kam auch vom Präsidenten des Zentralrats der Juden, Schuster. Der Botschafter der Palästinensischen Autonomiebehörde in Deutschland, Arafeh, indes sagte der dpa, der Spielraum für freie Meinungsäußerung und die akademische Freiheit mit Blick auf Israel und den Gaza-Krieg gehe immer weiter zurück.
    Fast 200 Dozenten hatten eine Stellungnahmeveröffentlicht, in der sie das Recht ihrer Studenten auf friedlichen Protest verteidigen. Das schließe die Besetzung von Uni-Gelände ein, heißt es. Zuvor hatten 150 Aktivisten versucht, einen Hof der FU Berlin zu besetzen und Zelte aufzustellen. Die Polizei schritt ein. Fast 80 Personen wurden festgenommen.
    Diese Nachricht wurde am 09.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.