Hitzewelle
Hausärzte dringen auf besseren Schutz von Patienten - Umweltbundesamt fordert Kommunen zum Handeln auf

Angesichts der aktuellen Hitzewelle hat das Umweltbundesamt die Kommunen zu besseren Maßnahmen zum Schutz vor hohen Temperaturen aufgefordert.

    Die Hand einer alten Frau liegt neben einem leeren Wasserglas auf einem Tisch.
    Alte Menschen trinken zu wenig (picture alliance / Markus Scholz )
    Dies müsse in den Städten zur Daueraufgabe werden, sagte der Präsident der Behörde, Messner, der Deutschen Presse-Agentur. Notwendig seien Aktionspläne, die Zuständigkeiten und Maßnahmen für besonders gefährdete Gruppen regelten. Außerdem könne man mit mehr Stadtbäumen, zusätzlicher Verschattung und der Entsiegelung von Flächen die Temperaturen in den Städten aktiv senken.
    Der Verband der Hausärztinnen und Hausärzte kritisierte die Bundesregierung für mangelnde Programme zum Schutz von Patienten vor Hitze. Die Praxen würden bei diesem Thema im Stich gelassen, sagte die Verbandsvorsitzende Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe. So sei eine strukturierte Beratung in Hausarztpraxen und Pflegeheimen etwa zur Anpassung von Medikamenten unverzichtbar. Dies müsse auch vergütet werden. Der Deutsche Wetterdienst hatte gestern in Saarbrücken mit 41,3 Grad Celsius die höchste Temperatur registriert, die jemals in Deutschland gemessen wurde.
    Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.