
Premierminister Lecornu sagte der Zeitung "Le Figaro", man müsse die unaufhaltsam steigenden Ausgaben deutlich bremsen. Ohne diesen Schritt würde das Defizit im nächsten Jahr auf über 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Die Regierung steht wegen der Lage an den Anleihemärkten und der Unzufriedenheit der Bevölkerung über die steigenden Lebenshaltungskosten unter Druck. Anfang der Woche lag die Rendite der zehnjährigen Bonds Frankreichs mit mehr als 4,5 Prozent auf dem höchsten Stand seit 18 Jahren.
Der Haushaltsentwurf soll Ende des Monats ins politisch gespaltene Parlament eingebracht werden. Die sozialistischen Abgeordneten haben ihre Unterstützung bereits ausgeschlossen. Die rechtsgerichtete Partei Rassemblement National hat sich bisher nicht klar positioniert.
Diese Nachricht wurde am 18.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
