Bundeswehr-Beschaffungen
Haushaltspolitiker warnen vor überteuerten Rüstungsgeschäften

Haushaltspolitiker des Bundestags warnen angesichts des stark gestiegenen Verteidigungsetats vor überhöhten ‌Preisen der Rüstungsindustrie.

    Die Außenfassade des Gebäudes des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Im Vordergrund befindet sich ein gelbes Schild der Behörde.
    Koordiniert die Bestellungen für die Truppe: Das Beschaffungsamt der Bundeswehr (Symbolbild zur Illustration des Themas) (picture alliance / dpa / Thomas Frey)
    Es gebe in ⁠diesem Bereich eine starke Tendenz zu Aufschlägen, sagte der SPD-Berichterstatter für den Wehretat, Schwarz, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch der Grünen-Haushaltspolitiker Schäfer kritisierte die Kosten für militärische Beschaffungsvorhaben im internationalen Vergleich teils als unangemessen hoch. Als Beispiel ⁠nannten ⁠beide Politiker Tankcontainer ⁠für die Bundeswehr, bei denen nicht nachvollziehbar sei, wo die ⁠gravierenden Mehrkosten entstanden seien. Um den Wettbewerb zu stärken, sprachen sich ​Schwarz und Schäfer dafür aus, auch Start-ups und neue Akteure stärker bei ‌der Beschaffung einzubinden.
    Der ‌Wehretat umfasst in diesem ⁠Jahr rund 108 Milliarden Euro.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.