Dienstag, 31. Januar 2023

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Heimspiel – Die ROC Berlin
Michael Praetorius wiederentdeckt

Michael Praetorius stand lange im Schatten seines etwas jüngeren Zeitgenossen Heinrich Schütz. Zu Unrecht, denn Praetorius‘ Wirkung auf die Zeitgenossen war mindestens ebenso stark. Anlässlich seines 400. Todestags widmet ihm der RIAS Kammerchor und Capella de la Torre ein Sonderprojekt.

Am Mikrofon: Ingo Dorfmüller | 21.04.2021

    Eine historische Bildmalerei eines Mannes im mittelalterlichem Gewand und lockiger Haartracht.
    Michael Praetorius in einer zeitgenössischen Darstellung (Imago / imagebroker )
    Michael Praetorius, geboren 1572 in Creuzburg an der Werra, hatte für die kirchenmusikalische Praxis seiner Zeit eine große Bedeutung. Dies verdankt sich seiner umfassenden Förderung durch Herzog Heinrich Julius von Braunschweig, nicht weniger ebenso auch seines enzyklopädisch umfangreichen Schaffens. Dieses bot alle vorstellbaren Formate: vom elaborierten, vokal-instrumentalen Concert bis zum einfachen Choralsatz, und in einem kaleidoskopartigen Wechsel der Formen, Klänge und Texturen.

    "Mit lebendiger Stimm und allerhand Instrumenten zu gebrauchen"

    Wie Schütz war Praetorius fasziniert von der seinerzeit neuen italienischen Musik, die Stimmen und Instrumente, solistisch und in unterschiedlich besetzten Chören über einer gemeinsamen Baßlinie konzertieren ließ. Der bekannteste Vertreter dieser Italioener war Claudio Monteverdi.
    Anlässlich seines 400. Todestags haben der RIAS Kammerchor und die Spezialformation Capella de la Torre ein Konzert- und CD-Projekt entwickelt, bei dem Michael Praetorius seinen italienischen Vorbildern und Zeitgenossen begegnet.
    Michael Praetorius
    "Christe, der du bist Tag und Licht"
    Ludivico Viadana
    Sinfonia "La Bergamasca"
    Agostino Agazzari
    "Et replenti sunt omnes"
    Claudio Monteverdi
    "Lauda Jerusalem"
    Michael Praetorius
    "Siehe, wie fein und lieblich ist's"
    "Christe, der du bist Tag und Licht"
    RIAS Kammerchor
    Capella de la Torre
    Leitung Florian Helgath, Katharina Bäuml