
Zu sehen sind darauf zahlreiche Inschriften in antiker nabatäischer und arabischer Sprache. Zudem seien Tiere und Symbole mit rotem Pigment auf den Stein gemalt, schreibt die Behörde. Die ältesten Zeugnisse sind demnach 10.000 Jahre alt, reichen also bis in die Vorgeschichte zurück, die jüngsten stammen aus der Zeit nach der islamischen Eroberung der Region.
"Natürliches Freiluftmuseum"
Der Leiter des ägyptischen Antiquitätenrates sprach von "einem natürlichen Freiluftmuseum". Die Zeugnisse könnten Aufschluss über das Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten früher menschlicher Gemeinschaften geben, erklärte das Tourismusministerium.
Forscher hätten tierische Exkremente, abgetrennte Steine und Überbleibsel von Feuerstellen in den Höhlen gesichert. Das lasse darauf schließen, dass diese für längere Zeiträume als Unterschlupf genutzt worden seien.
Nahe der Fundstelle befindet sich das griechisch-orthodoxe Katharinenkloster, eines der ältesten Klöster der Christenheit. In dessen Nähe ist ein großes Bauprojekt zur Förderung des Tourismus geplant - gegen den Widerstand der größtenteils aus Beduinen bestehenden lokalen Bevölkerung.
Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
