
In der NS-Diktatur überlebte er drei Konzentrationslager, darunter Auschwitz, sowie mehrere Todesmärsche. Seine Eltern wurden von den Nazis ermordet. Weinberg wurde als Zeitzeuge vielfach geehrt. Er setzte sich gegen das Vergessen ein. Das ihm verliehene Bundesverdienstkreuz gab er vergangenes Jahr zurück. Damit protestierte er gegen die Bundestagsabstimmung zur Migrationspolitik, bei der die Union Stimmen der AfD in Kauf genommen hatte. Weinberg war vor 14 Jahren aus New York in seine ostfriesische Heimat zurückgekehrt. Er war Ehrenbürger der Stadt Leer.
Bundespräsident Steinmeier würdigte Weinbergs Lebensgeschichte als Mahnung für die heutigen und nachfolgenden Generationen. Weinbergs unermüdlicher Einsatz in Schulen, wo er jungen Menschen von seinem Schicksal erzählte, sei zutiefst beeindruckend. Steinmeier betonte, es bleibe unsere Verantwortung, für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland einzustehen und die Demokratie zu bewahren.
Diese Nachricht wurde am 13.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
