
Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation wurden seit 2021 mindestens 1.500 Minderjährige angeworben. Für den Großteil der Fälle seien Splittergruppen der aufgelösten Farc-Guerilla verantwortlich. Diese nutzten zunehmend soziale Medien und lockten Kinder mit Versprechen von Macht, Geld und Ansehen. Human Rights Watch wirft der kolumbianischen Regierung vor, Kinder nicht ausreichend zu schützen. Armut, soziale Ausgrenzung und mangelnde Bildungschancen erleichterten die Anwerbung.
Nach dem Friedensabkommen mit der Farc-Guerilla von 2016 hatte sich die Lage in Kolumbien zunächst verbessert. Inzwischen nimmt die Gewalt in dem südamerikanischen Land aber wieder zu.
Diese Nachricht wurde am 24.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
