
Die Armee teilte mit, die Einsatzkräfte seien damit beschäftigt, Wasser und Geröll aus den Tunneln zu entfernen. Dabei kämen auch Sprengstoff und Bagger zum Einsatz. Allein in einem Wasserkraftwerk im schwer getroffenen Distrikt Rasuwa werden nach Angaben der Behörden mindestens 576 Beschäftigte vermisst. Etwa 300 von ihnen seien vermutlich in einem Tunnel eingeschlossen.
In der Katastrophenregion sind auch auf Tunnelrettungen spezialisierte Teams aus Indien, China und Südkorea im Einsatz. Die komplizierten Bergungsarbeiten wurden zuletzt von steigenden Wasserständen und schlechtem Wetter beeinträchtigt.
Zahl der bestätigten Toten steigt auf mehr als 900
Die Zahl der geborgenen Toten nach der Katastrophe im Grenzgebiet zwischen Nepal und der von China annektierten Region Tibet liegt inzwischen bei 919. Etwa 4.800 Personen werden noch vermisst. Mehr als 3.700 Menschen konnten gerettet werden. Das Auswärtige Amt hat nach eigenen Angaben noch keinen genauen Überblick über deutsche Opfer.
Angst vor neuen Erdrutschen
Im Katastrophengebiet in China versuchen die Einsatzkräfte, eine wichtige Zufahrtsstraße in das Gebiet wieder befahrbar zu machen, um schweres Gerät anzuliefern. Probleme bereitet jedoch die Gefahr weiterer Erdrutsche und Fluten. In der Region ist für die kommenden Tage wieder Regen angekündigt.
Weiterführende Informationen
Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
