
Wie die internationale Expertengruppe IPC in Rom mitteilte, befinden sich zwei weitere Städte in der Krisenregion Darfur am Rande einer Hungersnot. In Umm Baru litten demnach fast 53 Prozent der Kleinkinder unter akuter Mangelernährung, in der Stadt Kernoi seien es 32 Prozent. Dies seien alarmierende Zahlen, heißt es in dem Bericht. Es sei zudem davon auszugehen, dass in den benachbarten Gebieten ähnliche Zustände herrschten.
Die IPC-Experten erwarten für das laufende Jahr im Sudan allein 4,2 Millionen akut hungernde Kleinkinder bis 5 Jahre, das sind eine halbe Million mehr als 2025. Die Hungerkrise hat sich demnach verschärft, seit die paramilitärische RSF-Miliz im vergangenen Oktober die Stadt Al-Faschir eingenommen hatte. Das hat massive Fluchtbewegungen ausgelöst und die Ressourcen in den umliegenden Regionen stark belastet.
Diese Nachricht wurde am 06.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
