US-Bundesstaat Minnesota
ICE-Beamte nehmen Kinder in Gewahrsam - auch Fünfjährigen

Im US-Bundesstaat Minnesota sorgt das Vorgehen von Kräften der Einwanderungsbehörde ICE weiter für Empörung.

    Die ICE-Mitarbeiter bewachen im Freien zahlreiche Personen, die Leuchtwesten tragen.
    ICE-Mitarbeiter bei einer Razzia (dpa / AP / Corey Bullard)
    In der Stadt Minneapolis nahmen ICE-Mitarbeiter mindestens vier Kinder in Gewahrsam, wie die Statdverwaltung berichtete. Darunter sei ein Fünfjähriger, den maskierte ICE-Kräfte zusammen mit seinem Vater ergriffen hätten, hieß es. Eine Stadträtin und Augenzeugin sagte, der Junge sei sehr verängstigt gewesen. Das US-Ministerium für Innere Sicherheit erklärte, der Vater habe sich illegal im Land aufgehalten. Nach Angaben der städtischen Behörden durchläuft die Familie dagegen ein Asylverfahren, und es lag kein Abschiebebefehl vor.
    Den weiteren Angaben zufolge wurden bereits in den vergangenen zwei Wochen drei Minderjährige im Alter zwischen zehn und 17 Jahren ‍von ICE-Mitarbeitern ​festgenommen. Vor rund zwei Wochen war in Minneapolis die 37-jährige Renee Good in ihrem Auto von einem ICE-Beamten unter umstrittenen Umständen erschossen worden. Daraufhin hatte es in der Stadt Massenproteste gegen die Behörde und die Regierung von Präsident Trump gegeben.
    Diese Nachricht wurde am 22.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.