
Demnach leben im Jahr 2070 voraussichtlich zehn Prozent weniger Menschen in Deutschland als heute. Bisherige Annahmen waren von einem Rückgang um ein Prozent ausgegangen, wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt. Den Forschern zufolge gibt es deutliche regionale Unterschiede: Ostdeutsche Flächenländer seien besonders stark von Schrumpfung betroffen. Stadtstaaten werden den Annahmen zufolge bis 2070 sogar wachsen. Grund für die Korrektur seien neue Daten aus dem Zensus 2022.
Institutsleiter Ragnitz teilte mit, der verstärkte Rückgang und die Alterung der Bevölkerung müssten schon heute bei politischen Entscheidungen mit Langzeitwirkung, beispielsweise bei Gesundheit und Pflege, berücksichtigt werden. Weniger Menschen bräuchten weniger Wohnungen, Verkehrsinfrastrukturen und Personal im öffentlichen Dienst. Gleichzeitig steige der Bedarf bei Gesundheit und Pflege.
Diese Nachricht wurde am 17.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
