Nach Koalitionsausschuss
IG BAU lobt geplante Schaffung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat die Pläne der schwarz-roten Bundesregierung zur Schaffung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft begrüßt.

    Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU, spricht beim 23. ordentlichen Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.
    Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU. (Archivbild) (picture alliance / dpa / Swen Pförtner)
    Eine solche hätte eine hohe Kreditwürdigkeit und Reputation, sagte der Bundesvorsitzende Feiger. Sie könne mittel- bis langfristig für einen Schub beim Bau von Sozialwohnungen und bezahlbarem Wohnraum sorgen. Hinsichtlich eines möglichen Verbots der Verstaatlichung privater Mietwohnungen auf Länderebene machte der IG-Bau-Chef einen Gegenvorschlag: Der Bund könne bei großen Unternehmen wie Vonovia die Mehrheit übernehmen und dann die jeweilige Geschäftspolitik maßgeblich beeinflussen, sprich, den Schwerpunkt auf bezahlbaren Wohnraum legen.
    Die Partei Die Linke kritisierte das geplante Enteignungs-Verbot. Vonovia frohlocke und die Aktienkurse stiegen, da die Regierung klar mache, dass sie sich schützend vor die - Zitat - "Miethaie" stelle, sagte Fraktionschefin Reichinnek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. - Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hatte sich diese Woche auf entsprechende Maßnahmen verständigt. In Berlin wird die Vergesellschaftung privater Wohnungsbaufirmen seit Jahren diskutiert. Ein Volksentscheid dazu wurde mehrheitlich angenommen.
    Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.