Bericht über Aus für vier Werke
IG Metall wirft VW-Vorstand neue Eskalation vor

Die Gewerkschaft IG Metall hat in Zweifel gezogen, dass das Aus für vier VW-Werke in Deutschland bereits beschlossene Sache sei. Sie verwies darauf, zunächst die Aufsichtsratssitzung am Freitag abzuwarten.

    Thorsten Gröger (l), Bezirksleiter der IG Metall, und Stavros Christidis, Betriebsratsvorsitzender von Volkswagen Nutzfahrzeuge, sprechen vor dem Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge.
    Der Bezirksleiter der IG Metall,Thorsten Gröger (l.), kritisiert die Kommunikation des VW-Vorstands. (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)
    IG-Metall-Bezirksleiter Gröger warf dem Konzernvorstand von Volkswagen zugleich vor, neue Eskalationsszenarien über die Medien zu kommunizieren und damit Beschäftigte, Standorte und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu verunsichern.
    Die "Wirtschaftswoche" hatte berichtet, der VW-Vorstand habe einstimmig beschlossen, die Produktion in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm ab 2031 wegen fehlender neuer Aufträge enden zu lassen. Die Zeitung hatte aus einem internen Papier des Vorstandes zitiert, das demnach am Freitag dem Aufsichtsrat vorgelegt werden sollte. Volkswagen wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren. Konzernchef Blume hatte entsprechende Überlegungen in den vergangenen Wochen aber mehrfach angedeutet.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.