
Auf dem Höhepunkt des China-Exportbooms im Jahr 2021 hingen demnach rund 1,1 Millionen Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Export nach China ab. Das entsprach knapp 2,5 Prozent aller damals Erwerbstätigen in Deutschland. Seitdem sei der Exportabsatz spürbar eingebrochen: bis zum vergangenen Jahr dürfte die Zahl Schätzungen zufolge um mehr als 400.000 zurückgegangen sein.
Nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft war China damit selbst auf dem Export-Höhepunkt kein zentraler Antrieb für mehr Beschäftigung in Deutschland. Exporte von Waren und Dienstleistungen nach China spielen auch in Relation zum deutschen Bruttoinlandsprodukt eine immer geringere Rolle. Seit 2021 ist ihr Anteil daran um gut 40 Prozent zurückgegangen.
"China spielt unfair"
Der Außenhandelsexperte des Instituts, Matthes, sagte, China spiele zunehmend unfair und schade damit der deutschen Exportwirtschaft. Die Staatsführung in Peking verzerre mit Subventionen und einer unterbewerteten Währung den Wettbewerb. Um weniger vom Ausland abhängig zu werden, übe Peking zudem Druck auf deutsche Unternehmen aus, den chinesischen Markt statt über Ausfuhren immer mehr durch Produktion und Zulieferungen vor Ort zu bedienen.
Diese Nachricht wurde am 12.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
