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In München formiert sich Widerstand gegen geplantes "Abschiebeterminal" am Flughafen

In München formiert sich Widerstand gegen die geplante Abschiebehafteinrichtung am Flughafen.

    Der Flughafen München
    Der Flughafen München (picture-alliance / dpa / Felix Hörhager)
    Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, haben sich 50 Organisationen und Initiativen an den Stadtrat der bayerischen Landeshauptstadt gewandt. Sie fordern die Parteienvertreter demnach auf, sich ebenfalls gegen ein solches Vorhaben auszusprechen. Münchens Oberbürgermeister Reiter hatte den Bau zuletzt befürwortet. Gegner des Vorhabens riefen den SPD-Politiker auf, stattdessen ein klares Signal gegen die - Zitat - "weitere Eskalation der Abschiebepolitik" zu setzen. Mit dem "Abschiebeterminal" werde München zur zentralen Infrastruktur für "die allseits geforderte Abschiebeoffensive". Laut Bauantrag der Flughafen München GmbH wären ab 2028 bis zu 100 Abschiebungen am Tag möglich, heißt es. Im Bundestag hatte die AfD-FraktionAnfang des Monats eine parlamentarische Anfrage zum Stand des Projekts gestellt. Sie beklagt Verzögerungen bei der Umsetzung.
    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.