47 Jahre nach der Revolution
In Nicaragua soll es keine Wahlen mehr geben

Nicaraguas autoritär regierender Präsident Ortega will keine Wahlen mehr zulassen.

    Auf dem Bild klatschen Daniel Ortega und Rosario Murillo in die Hände.
    Rechts der Präsident von Nicaragua: Daniel Ortega. Links die Vizepräsidentin: Rosario Murillo (AFP/Cesar Perez)
    Das 80-jährige Staatsoberhaupt schließt damit eine Abwahl ⁠im kommenden Jahr aus. Ortega regiert seit 2007, nachdem er bereits in den 1980er Jahren eine Amtszeit als Präsident absolviert hatte. Im vergangenen Jahr hatte er seine Macht durch eine Reihe von Verfassungsreformen weiter gefestigt. Unter anderem ‌ernannte er seine Ehefrau zur Ko-Präsidentin und verlängerte die maximale Amtszeit von Präsidenten.
    Die letzte Wahl in Nicaragua vor fünf Jahren wurde international scharf kritisiert. Ortega hatte im Vorfeld zahlreiche Oppositionelle und Wirtschaftsführer festnehmen und abweichende Meinungen unter Strafe stellen lassen. Die Abschaffung der Wahlen begründete der einstige Guerilla-Anführer Ortega damit, dass die Opposition von den USA unterstützt werde.
    Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.