Landtagswahl
In Sachsen-Anhalt sind rund 1,7 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen - Deutlich höhere Wahlbeteiligung

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat bis zum frühen Nachmittag schon mehr als jeder Zweite seine Stimme abgegeben.

    Sven Schulze (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und Landesvorsitzender der CDU, wirft seinen gefalteten Stimmzettel in die Wahlurne. Hinter ihm steht seine Ehefrau Kati Schulze.
    Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt seine Stimme in einem Wahlbüro in Magdeburg abgegeben. (picture alliance / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert)
    Um 14.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 54,4 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt lediglich bei 27,1 Prozent.
    Rund 1,7 Millionen Menschen sind bis 18 Uhr zur Stimmabgabe aufgerufen. Der Ausgang der Wahl hat über das Bundesland hinaus politische Bedeutung und wird auch international verfolgt. Das hohe Interesse hängt vor allem damit zusammen, dass erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg eine in dem Bundesland als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei eine Landesregierung übernehmen könnte. In Umfragen lag die AfD zuletzt deutlich vorne. Sollte sie noch zulegen, wäre sogar eine absolute Mehrheit möglich. Aktuell regiert in Sachsen-Anhalt eine Koalition aus CDU, SPD und FDP.
    Ministerpräsident Schulze von der CDU gab seine Stimme am Vormittag in seinem Wohnort Magdeburg ab. Der Spitzenkandidat der AfD, Siegmund, wählte in seiner Heimatstadt Tangermünde.
    Diese Nachricht wurde am 06.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.