
Bis zum späten Nachmittag hatten bereits mehr Menschen ihre Stimme abgegeben als vor fünf Jahren insgesamt. Bis 16.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 65,3 Prozent, wie die Wahlleiterin in Magdeburg mitteilte. 2021 hatten bis zu diesem Zeitpunkt 41 Prozent ihre Stimme abgegeben, insgesamt lag die Wahlbeteiligung damals bei 60,3 Prozent.
Rund 1,7 Millionen Menschen sind noch bis 18 Uhr zur Stimmabgabe aufgerufen. Der Ausgang der Wahl hat über Sachsen-Anhalt hinaus politische Bedeutung und wird auch international verfolgt. Das hohe Interesse hängt vor allem damit zusammen, dass erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg eine in dem Bundesland als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei eine Landesregierung übernehmen könnte. In Umfragen lag die AfD zuletzt deutlich vorne. Sollte sie weiter zulegen, wäre eine absolute Mehrheit möglich. Bisher regiert in Sachsen-Anhalt eine Koalition aus CDU, SPD und FDP.
Diese Nachricht wurde am 06.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
