Gipfel zu Künstlicher Intelligenz
Indischer Adani-Konzern will das Land mit 100-Milliarden-Investition an die KI-Spitze bringen

Der indische Mischkonzern Adani will 100 Milliarden Dollar in den Bau von Rechenzentren ‌für Künstliche Intelligenz im eigenen Land investieren. Die Summe sei bis 2035 eingeplant, erklärte das Unternehmen auf dem fünftägigen KI-Gipfel in der Hauptstadt Neu Delhi.

    Eine Roboterfigur hält ein Schild mit der Aufschrift "Building Sovereign AI" (Entwicklung einer souveränen KI) beim KI-Gipfel im indischen Neu Delhi.
    KI-Gipfel im indischen neu Delhi (AP Photo)
    Die Investition werde weitere Ausgaben von 150 Milliarden Dollar nach sich ziehen, etwa bei der Produktion von Servern oder der Errichtung der elektrischen Infrastruktur. Laut einer Untersuchung der Stanford Universität lag Indien im vergangenen Jahr bei der KI-Wettbewerbsfähigkeit auf dem dritten Platz weltweit, hinter den USA und China.

    KI-Gipfel mit 20 Staats- und Regierungschefs

    An dem mehrtägigen Treffen in Neu Delhi nehmen 20 Staats- und Regierungschefs sowie Spitzenmanager von Technologie-Unternehmen teil, darunter Google-Chef Pichai und Open-AI-Chef Altman. Indien ist das bevölkerungsreichste Land der Welt und hat einen der am schnellsten wachsenden digitalen Märkte.
    Vor kurzem hatte die Regierung bekannt gegeben, dass ausländische Unternehmen, die Rechenzentren im ‌Land für ihre weltweiten Cloud-Dienste nutzen, bis zum Jahr 2047 keine Steuern zahlen müssen. Google hatte im Oktober angekündigt, 15 Milliarden Dollar für ‍ein ​KI-Rechenzentrum im Bundesstaat Andhra Pradesh bereitzustellen. Microsoft und Amazon haben bereits Milliardensummen in den Sektor investiert.
    Diese Nachricht wurde am 17.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.