Deutscher Halbleiterkonzern
Infineon eröffnet in Dresden neue Chipfabrik

Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon hat eine neue Chipfabrik am Standort Dresden eröffnet - drei Monate früher als geplant. Nach Angaben des Unternehmens ist die Fabrik eine der modernsten Produktionsstätten für Halbleiter weltweit.

    Dresden: Blick auf die Infineon Smart Power Fab.
    Infineon eröffnet ein neues Halbleiterwerk in Dresden. (Robert Michael / dpa / Robert Michael)
    Die Chips werden unter anderem für Elektroautos, Rechenzentren und Industrieanlagen benötigt. Infineon investierte rund fünf Milliarden Euro in das neue Werk. Es sollen 1.000 neue Jobs entstehen.
    Das Projekt wird im Rahmen des European Chips Act mit Fördergeldern in Höhe von 920 Millionen Euro unterstützt. Ziel ist es, die europäische Chipproduktion zu steigern und so die Abhängigkeit von anderen Ländern zu verringern. Auch der Bund und das Land Sachsen sind an der Förderung beteiligt.

    Merz: starkes Signal für Deutschland und Europa

    Bundeskanzler Merz sprach in einer Videobotschaft von einem "starken Signal für den Industriestandort Deutschland und Europa". Die Investition zeige, dass eine hochmoderne und wettbewerbsfähige Halbleiterfertigung hierzulande möglich sei. Digitalminister Wildberger nannte die Investition einen "Meilenstein auf dem Weg zu einem digital souveränen Deutschland". Sachsens Ministerpräsident Kretschmer forderte mehr Tempo im internationalen Wettbewerb. Europa habe das Ziel, 20 Prozent Weltmarktanteil an der Chipherstellung zu erlangen. Derzeit seien es deutlich unter zehn Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 02.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.