Deutsche Bahn
InfraGo-Chef Nagl: Klare Regelung bei Personen im Gleis für weniger Verspätungen

Um Verspätungen bei der Deutschen Bahn zu verringern, hat sich der Chef der Bahn-Tochter InfraGo, Nagl, dafür ausgesprochen, dass Züge bei einer Gefahr durch Personen im Gleis künftig langsam weiterfahren dürfen.

    In einem Video der Deutschen Bahn plädiert Nagl für eine klare Regelung. So könnten Züge mit etwa 40 oder 50 Kilometern pro Stunde weiterfahren, wenn sich Erwachsene an den Gleisen aufhielten und keine Gefahr drohe. Bei Kindern im Gleis sollten Züge weiterhin anhalten, so Nagl. Für eine solche Regelung müsste eine Verordnung auf Bundesebene geändert werden.
    Bislang halten Züge bei der Meldung, dass sich Personen im Gleis befinden, in der Regel vorsorglich an. Die Strecke wird in solchen Fällen gesperrt, bis die Bundespolizei sie wieder freigibt, was zu erheblichen Verspätungen im Zugverkehr führt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wurden im vergangenen Jahr mehr als 6.600 Mal Personen im Gleis gemeldet.
    Diese Nachricht wurde am 30.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.