Deutsche Bahn
InfraGo-Chef Nagl: Klare Regelung bei Personen im Gleis für weniger Verspätungen

Um Verspätungen bei der Deutschen Bahn zu verringern, hat sich der Chef der Bahn-Tochter InfraGo, Nagl, dafür ausgesprochen, dass Züge bei einer Gefahr durch Personen im Gleis künftig langsam weiterfahren dürfen.

    Ein Regionalexpress fährt von der Hauptstrecke Hamburg - Berlin im Bahnhof Hagenow nach Schwerin ab.
    Durch die Gefahrenmeldung Personen im Gleis kommt es häufig zu Verspätungen. (Jens Büttner / dpa / Jens Büttner)
    In einem Video der Deutschen Bahn erklärte Nagl, Züge könnten durchaus mit etwa 40 oder 50 Kilometern pro Stunde weiterfahren, wenn sich Erwachsene an den Gleisen aufhielten und keine Gefahr drohe. Bei Kindern im Gleis sollten Züge weiterhin anhalten, so Nagl. Für eine solche Regelung müsste eine Verordnung auf Bundesebene geändert werden.
    Bislang halten Züge bei der Meldung, dass sich Personen im Gleis befinden, oft vorsorglich an, was zu erheblichen Verspätungen im Zugverkehr führt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung war dies im vergangenen Jahr mehr als 6.600 Mal der Fall.
    Diese Nachricht wurde am 30.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.