Dienstag, 27. Februar 2024

Tunesien
Inhaftierte Oppositionelle treten in Hungerstreik

In Tunesien sind sechs inhaftierte Oppositionelle in einen Hungerstreik getreten.

12.02.2024
    Profilfoto des tunesischen Präsidenten Kais Saied. Im Vordergrund in der Unschärfe ist eine weitere Person zu sehen.
    Kais Saied, Tunesiens Präsident (Getty Images / Kevin Dietsch)
    In einer Erklärung forderten sie ihre Freilassung sowie die Einstellung der Ermittlungen. Zudem betonten sie, die Regierung versuche, die Opposition zum Schweigen zu bringen.
    Die Inhaftierten gehören unterschiedlichen politischen Lagern an. Sie sitzen seit etwa einem Jahr in Untersuchungshaft. Ihnen werden Verschwörung gegen den Staat und Umsturzpläne vorgeworfen. Dies gilt nach Angaben von Anwälten für weitere rund 60 Inhaftierte. Sie werfen Präsident Saied politische Willkür vor.
    Saied war 2019 mit großer Mehrheit zum Staatsoberhaupt Tunesiens gewählt worden. Zwei Jahre später rief er den Notstand aus und riss nach und nach weite Teile der Macht an sich. Er regiert zunehmend autoritär.
    Diese Nachricht wurde am 12.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.