Bundestag
Innenminister Dobrindt pocht auf bessere Verteidigungsmöglichkeiten der Zivilbevölkerung - Ernährungsminister Rainer sieht keine Vorteile durch Zuckerabgabe

Der Bundestag in Berlin hat zwei Bundesminister der CSU befragt. Innenminister Dobrindt und Landwirtschaftsminister Rainer beantworteten Fragen der Bundestagsfraktionen. Dobrindt zog dabei eine positive Bilanz seiner bisherigen Regierungsarbeit. So habe man Änderungen in der Migrations- und Sicherheitspolitik erreicht und ein neues Bewusstsein im Bevölkerungsschutz geschaffen.

    Alois Rainer (CSU), Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat, spricht im Bundestag und hält seinen rechten Zeigefinger nach oben.
    Alois Rainer (CSU), Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat, spricht in der Regierungsbefragung im Bundestag. (picture alliance/dpa/Michael Kappeler)
    Auf die Frage aus den Reihen der SPD, wie sich die Bevölkerung besser selbst schützen könne, betonte Dobrindt, sie müsse besser auf zivile Verteidigung vorbereitet werden. Daher sei es wichtig, das Thema im Lehrplan der Schulen zu verankern, um es so in die Familien zu tragen.

    "Verbot von Energydrinks für Kiner nicht geplant"

    Bundeslandwirtschaftsminister Rainer unterstrich, die Regierung habe den Belastungen der Landwirtschaftsbetriebe durch hohe Diesel- und Düngemittelpreise entgegengewirkt. Er bat um Geduld beim Bürokratierückbau. Als zuständiger Ernährungsminister wurde er auch zu den Themen Kindergesundheit und Prävention befragt. Dabei sagte er auf Nachfrage mehrerer Fraktionen, ein Verbot von Energydrinks für Kinder sei nicht geplant. Rainer fügte hinzu, dass er persönlich keinen gesundheitspolitischen Vorteil in einer Zuckerabgabe sehe. Er werde einer Einführung jedoch nicht im Weg stehen.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.