Hessen
Innenminister Poseck fordert Handyortung von Ausreisepflichtigen

Hessens Innenminister Poseck befürwortet die Handyortung und Observation von untergetauchten ausreisepflichtigen Migranten.

    Roman Poseck (CDU), Innenminister von Hessen, in einer Polizeidienststelle
    Roman Poseck, CDU, Innenminister von Hessen. (Arne Dedert / dpa / Arne Dedert)
    Eine entsprechende Initiative wolle er auf der kommenden Innenministerkonferenz einbringen, sagte der CDU-Politiker in Wiesbaden. Laut Poseck scheitern Abschiebungen am häufigsten daran, dass die betreffende Person nicht angetroffen werde. Deshalb solle man technische Möglichkeiten zur Ortung nutzen.
    Die Äußerungen stießen beim Chef der Gewerkschaft der Polizei, Kopelke, auf Kritik. Er sprach von einer perfiden Menschenjagd nach dem Vorbild der US-Einwanderungsbehörde ICE. Die Ausländerbehörden und das Bundesamt für Migration sollten die eigenen Vollzugsdefizite endlich auflösen und nicht die Polizei für Observationen und Handyortungen missbrauchen, sagte Kopelke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.