
Für die heimischen Mücken war es kein guter Sommer. Nach Angaben des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung waren deutlich weniger heimische Mücken unterwegs als in anderen Jahren. Mücken brauchen stehendes oder langsam fließendes Wasser für die Eiablage. Sorgen um die Population sind aber unnötig: Mücken können mehrfach eine Brut mit jeweils zwischen 250 bis 300 Eiern legen. Die invasiven Arten wie Tigermücke und Buschmücke sind sowieso gut an die Trockenheit angepasst.
Bei den Faltern hat es in den vergangenen Jahren insgesamt doppelt so viele Verlierer wie Gewinner gegeben, wie es aus dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung heißt. Vor allem feuchtliebenden Arten gehe es angesichts der Trockenheit schlecht. Schwer hätten es auch Arten, die sich von Kräutern auf Wiesen ernährten, weil die Wiesen und Weiden so trocken waren. Manche wärmeliebenden Arten hingegen profitierten vom Klimawandel und breiteten sich weiter aus, so der Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum. Ein Beispiel sei der Segelfalter. Früher sei das eine seltene, hochgefährdete Art gewesen: "Jetzt fliegt der bei uns im Garten, was eigentlich ganz ungewöhnlich ist".
Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
