Musizieren
Instrumente zu lernen macht offenbar nicht allgemein klüger

Ein Instrument zu lernen, macht nicht generell klüger. Das zeigt eine Studie eines Forschungsteams der Universität Innsbruck. Frühere Forschungsarbeiten hatten angenommen, dass Musizieren etwa auch andere Fähigkeiten wie das mathematische Verständnis fördern kann.

    Zwei Paar Hände liegen auf einer Klaviertastatur: Eine Frau bringt einem Mädchen Klavierspielen bei.
    Musikunterricht: Ein Instrument zu spielen, macht nicht unbedingt klüger. (picture alliance / dpa Themendienst / Florian Schuh)
    Die Forschenden aus Innsbruck haben nun mit einem Datensatz von über 1.200 Personen aus 15 Ländern nachgewiesen, dass vielmehr der sozioökonomische Hintergrund eine Rolle spielt. Diesen Faktor hätten frühere Studien unterschätzt, hieß es. Das bedeutet: Wer ein Instrument professionell lernt, kommt in vielen Fällen aus einer Familie, die einen Menschen schon als Kind fördert - oder die zum Beispiel ein Studium bezahlen kann.
    In der im Fachjournal "Royal Society Open Science" erschienenen Arbeit vergleicht das Forschungsteam Profimusiker mit Amateuren und Nicht-Musikern. Dabei kam raus, dass sich die Gruppen in Intelligenz- und Gedächtnistests kaum unterscheiden. Lediglich in den Bereichen musikalisches Kurzzeitgedächtnis und musikalische Wahrnehmung schnitten die Musikprofis deutlich besser ab. Ihr Musiktraining strahlte aber offenbar nicht signifikant auf andere Intelligenzbereiche aus.
    Diese Nachricht wurde am 02.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.