Sorge vor Eskalation
Internationale Krisentreffen nach Irans Großangriff auf Israel

Nach dem iranischen Großangriff auf Israel wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten.

14.04.2024
    Flammen von Explosionen sind am Himmel über Tel Aviv zu sehen, während Israels Raketenabwehrsystem Raketen und Drohnen aus dem Iran abfängt.
    Der Iran hat erstmals Israel direkt angegriffen - das Raketenabwehrsystem fing wie hier in Tel Aviv zahlreiche Drohnen und Raketen ab. (JINI / XinHua / dpa / Tomer Neuberg)
    US-Präsident Biden berief für heute ein Treffen der G7-Staaten ein. Auf Antrag Israels soll außerdem der UNO-Sicherheitsrat zusammenkommen. In Berlin trifft sich am Vormittag der Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt. Bundesaußenministerin Baerbock verurteilte den iranischen Angriff und erklärte, Israel gelte Deutschlands ganze Solidarität.
    Der Iran hatte Israel in der Nacht erstmals direkt angegriffen. Nach Angaben des israelischen Militärs wurden 99 Prozent der mehr als 300 abgefeuerten Drohnen und Raketen abgefangen. An der Verteidigung war laut US-Verteidigungsminister Austin auch die US-Marine beteiligt. Israels Armeesprecher Hagari sprach von einem bedeutsamen strategischen Erfolg und betonte, man sei auf weitere Bedrohungen durch den Iran vorbereitet.
    Bei dem Angriff in der Nacht wurden neusten Angaben zufolge zwölf Menschen verletzt. Inzwischen ist der Luftraum des Landes wieder geöffnet, ebenso der des Nachbarlandes Jordanien.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.