
Die Große Drüsenameise bevölkert Fugen und Nischen, krabbelt über Terrassen und ist auch in Innenräumen unterwegs. Sie kann Schäden an Fassaden oder Elektrik verursachen. Durch Warenlieferungen wurde sie nach Deutschland eingeschleppt, etwa durch den Verkauf von Oliven- und Feigenbäumen oder Palmen. Kolonien gibt es bereits in mehreren Bundesländern. Besonders betroffen ist nach Einschätzung von Experten aber der Südwesten mit der wohl größten Kolonie im Karlsruher Stadtteil Neureut. Hier kommen Milliarden Ameisen auf rund einen Quadratkilometer.
Ausrottung unrealistisch - Bekämpfung teuer
Die Ausrottung der Art ist nicht realistisch, sagt das Umweltministerium. Empfohlen wird für die Bekämpfung eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen. Eine Möglichkeit sind Heißwassergeräte, mit denen wie in Karlsruhe Ameisen, Nester und Brut mit heißem Wasser besprüht werden. Fraßköder oder professionelle Schädlingsbekämpfung mit Insektenvernichtungsmitteln sind eine andere mögliche Variante.
Karlsruhe hat bereits 120.000 Euro für die Anschaffung eines entsprechenden Heißwasser-Fahrzeugs ausgegeben, weitere sollen folgen. Bis zu vier Teams sollen ab 2027 jeden Tag zur Bekämpfung der Tiere rausfahren. Etwa eine Million Euro Personalkosten sind dafür veranschlagt - pro Jahr.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 28.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
